Pesos cubanos convertibles, kurz CUC
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Eines gleich vorweg: Seit Jahren ist der cubanische Staat damit beschäftigt, das System der Parallel-Währungen cubanische Pesos (Abk. CUP, für Einheimische) und konvertible Pesos (Abk. CUC, für Touristen) zu eliminieren. Es war 1994 eingeführt worden, um zusätzliche Devisen aus dem florierenden Tourismusgeschäft in die Staatskassen zu spülen, gilt inzwischen allerdings als Hemmnis für das Wirtschaftswachstum. Hintergrund ist, dass der CUC an den Devisenmärkten bis heute nicht frei getauscht werden kann. Seine Abschaffung und die Zusammenführung der beiden Währungen gelten deshalb als weiterer wichtiger Reformschritt und als notwendig für die Öffnung des Landes. Zuletzt hatte Staats- und Parteichef Raúl Castro im Jahr 2013 angekündigt, „das größte Hindernis für den nationalen Fortschritt“ zu beseitigen ohne allerdings einen konkreten Zeitpunkt dafür zu nennen. So ist die offizielle Währung Cubas immer noch der Peso cubano, der landläufig auch als Moneda nacional (Abk. MN) bezeichnet wird. Er ist unterteilt in 100 Centavos, Banknoten gibt es im Wert von 1, 3, 5, 10, 20, 50 und 100 Pesos, Münzen von 1 Centavo bis 3 Pesos. Grundsätzlich ist es auch Ausländern erlaubt, mit dem cubanischen Peso zu bezahlen, hauptsächlich dient er aber für den Bezug von staatlich subventionierten Waren und für den Zahlungsverkehr in einfacheren Gaststätten, den sogenannten Peso-Restaurants, und auf den Bauernmärkten, den Mercados agropecuarios. Daneben existiert für Touristen und für den Kauf von sogenannten „Luxusgütern“ (= alle Waren, die nicht für Moneda nacional erhältlich sind) der Peso cubano convertible, kurz Peso convertible. Er hat den US-Dollar im November 2004 als offizielle Zweitwährung abgelöst, ist aber noch immer an dessen Kurs gebunden. Der offiziell festgelegte Wechselkurs beträgt also 1:1. Der Tageskurs anderer Währungen, auch des Euro, errechnet sich folglich aus ihrem aktuellen Verhältnis zum US-Dollar sowie dessen fixem Wechselkurs zum CUC. Bargeld in US-amerikanischer Währung mitzuführen, macht für Touristen aus Europa keinen Sinn, da deren Einfuhr und Besitz zwar erlaubt ist, US-Dollars von cubanischen Banken anders als andere Währungen beim Barankauf aber mit einer Umtauschgebühr von zehn Prozent belegt werden. Von den gängigen Kreditkarten werden in den Geldinstituten und Wechselstuben Cubas Eurocard/Mastercard und Visa akzeptiert. Nicht angenommen werden American Express und Diners Club sowie jene von deutschen Tochtergesellschaften US-amerikanischer Banken wie beispielsweise der Citibank, weil es wegen des US-Embargos noch immer keinen direkten Zahlungsverkehr zwischen Cuba und den USA gibt. Als Alternative bzw. zusätzlich zu Kreditkarten und Euros ist es grundsätzlich ratsam, Euro- Reiseschecks mitzuführen, die allerdings ebenfalls nicht von American Express ausgestellt sein dürfen. Der Wechselkurs zwischen CUC und CUP beträgt 1:24, allerdings können Touristen die cubanische Binnenwährung nicht in den Banken, sondern nur in den „Casas de cambio“ (Abk. Cadeca) erwerben. Auch ein Rücktausch in CUC ist dort jederzeit möglich, allerdings werden dabei ausschließlich mindestens 25 CUP bzw. ein Vielfaches davon angenommen, um Centavo- Auszahlungen zu vermeiden. Nicht verbrauchte Pesos convertibles werden demgegenüber von allen Instituten zurückgenommen, selbst an den internationalen Flughäfen kann man sie am Abreisetag noch in Euros rücktauschen. Im Alltag ist darauf zu achten, dass die Preise von Waren in Geschäftsauslagen in der Regel mit dem Dollar-Zeichen ($) versehen sind, unabhängig davon, ob Pesos cubanos oder Pesos convertibles gemeint sind. Im Zweifelsfall fragt man also besser gezielt nach. Bei Preisverhandlungen haben es Touristen nicht viel leichter, da im cubanischen Sprachgebrauch immer, wenn es um Geld geht, von Pesos die Rede ist egal, ob der Busfahrer zum Beispiel Pesos cubanos oder der Taxi-Chauffeur Pesos convertibles möchte. Wenn von Letzteren gesprochen wird, benutzen Cubaner aber auch Begriffe wie „Dolares“ oder „Divisa“.
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